03.06.2019, 18:27
Was bisher geschah
Es ist das Jahr 2018 als es überall auf der Welt vereinzelt zu Erscheinungen kommt, die man als waberndes, silbriges Hitzeflimmern oder wie Brackwasser in einem weiten Sumpfland beschreiben könnte. Diese sog. Schwachstellen geben in ihrer unmittelbaren Nähe ein nervenverzehrendes, atonales, wimmerndes Heulen von sich. Niemand bei klarem Verstand würde sich also freiwillig länger als nötig in deren Nähe aufhalten.
Zunächst glaubte man, dass es sich hierbei um Folgen des Klimawandels handelte, doch in nur wenigen Monaten hatten sich diese Erscheinungen besorgniserregend ausgebreitet und mit ihnen kamen die Neuankömmlinge in unsere Welt. Märchenfiguren, Filmgestalten und völlig fremde Wesen aus anderen Welten.
Bis heute weiß man nicht sehr viel über diese Schwachstellen zwischen den Welten. Sie sind mit bloßen Auge schwer zu erkennen, dienen jedoch als Durchgang von einer Welt in die unsere - jedoch nur in diese eine Richtung. Ein Passieren der Schwachstelle in die andere Welt ist nicht möglich - überhaupt scheinen diese beim Versuch sie zu passieren mauerartige Eigenschaften aufzuweisen. Es gibt kein Durchkommen.
Seattle ist inzwischen vollständig von diesen umgeben, sodass es für die Einwohner der Stadt und Neuankömmlingen kein Entrinnen zu geben scheint. Ob die Stadt wie eine Kuppel umgeben ist, kann bisher nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Ebenso ist noch unklar, wie tief die Kraft der Schwachstellen reicht.
Es scheint außerdem so zu sein, dass die Schwachstellen erheblichen Einfluss auf die Technik haben. Zwar funktioniert innerhalb Seattle's noch das Telefon und auch die Mobiltelefonie, die über die in Seattle befindlichen Masten läuft, es gibt jedoch keinerlei Kontaktmöglichkeit nach Außerhalb. Weder über Telefon, noch Telegramme oder das Internet.

